Kräuterheilkunde

Die Kräuterheilkunde gehört mit zu den ältesten Therapieformen überhaupt. Fast jeder von uns hat sie schon angewendet, und zwar in Form von Tees z.B. gegen Magenschmerzen oder Halsweh. Mit Kräutern können wir unsere Tiere ganz einfach und gezielt unterstützen, so gibt es zum Beispiel Heilpflanzen, die die Nieren- oder Leberfunktion anregen, die Atmung verbessern, die Verdauung regulieren, die Haut beruhigen und vieles mehr. Angewendet werden das ganze Kraut, die Blüten und Blätter, die Wurzeln, die Rinden, die Samen und die Früchte, sie können getrocknet verfüttert, als Teeaufguss oder als Tinktur (Kräuterauszug mit Alkohol) dem Futter untergemengt oder auch äußerlich angewendet werden, indem man sie in Salben einrührt oder Umschläge damit macht. Als Frühjahrskur befreien Heilkräuter den Körper von Schlacken und spülen Giftstoffe aus. Dies ist auch die Zeit des Fellwechsels, mit dem sich einige Tiere schwer tun. Gerade dann sollte man immer an die Heilpflanzen denken, die bei uns vor der Haustür wachsen und so oft übersehen oder gar als "Unkraut" bezeichnet werden. Die Kräuterheilkunde ist eine kostengünstige und wissenschaftlich anerkannte Heilmethode. Auch Kräuter und Urtinkturen sollten immer individuell für das jeweilige Tier bestimmt und dosiert werden!

 

Tinkturen für die Hausapotheke selber herstellen

Tinkturen sind alkoholische, flüssige Kräuterauszüge. Wir können sie dann verwenden, wenn keine frischen Kräuter zur Verfügung stehen, da wir die Heilkraft der Pflanzen extrahieren und konservieren. Die Wirkstoffe der Pflanzen gehen während der Mazeration (Standextraktion) in den Alkohol über. Am besten verwenden wir frische Pflanzen, die wir an geeigneten Tagen und Plätzen gesammelt haben, aber auch getrocknete Kräuter können verarbeitet werden.

Die Pflanzen werden fein zerkleinert und in ein Weißglas gefüllt, mit mindestens 40%igem Alkohol übergossen, das Glas wird geschlossen und an einem dunklen Ort aufgestellt. Täglich schütteln! Nach drei bis sechs Wochen können wir unsere Tinktur abfiltern und in dunkle Tropfflaschen abfüllen. Eine Pflanzentinktur ist sehr ergiebig, man braucht nur wenige Tropfen pro Tag einzunehmen, in Wasser oder mit dem Essen zusammen.

 

 

 

 

 

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