Entspannt leben mit Hunden

Was muss ein Hund können, um ein angenehmer, zuverlässiger und glücklicher Begleiter in unserem Leben zu sein? Was wünschen wir uns, was möchten wir gemeinsam erleben? Was kann unser Hund schon und wo hakt es noch? Was ist unsere Verpflichtung unserem Hund und der Umwelt gegenüber? 

 

Für mich ist das allerwichtigste, dass der Hund lernt, sich entspannt und gelassen souverän in unserer Welt bewegen zu können und dabei möglichst immer in Kontakt mit uns zu stehen. Tricks wie Pfötchen geben und Rolle sind niedlich, aber nicht wichtig. Was wir wirklich brauchen, ist ein zuverlässiges Komm (hierher zu mir), ein Warte (dort wo du gerade bist) und ein Bleib (dort, wo ich dir deinen Platz zuweise). Und natürlich ganz wichtig: zuverlässig heißt immer, nicht nur auf dem Hundeplatz oder allein auf freier Flur, sondern auch, wenn fremde Menschen, Hunde, Fahrradfahrer, Jogger, Katzen, Wildtiere oder fliegende Bälle ablenken. 

 

Ich bringe meinen Hunden als erstes bei, auf ihren Namen zu reagieren, damit jeder weiß, wer gemeint ist. Im Laufe der Zeit lernt der Hund auch, auf unsere Energie zu reagieren und man kann sie z.B. ohne viel Aufwand sicher stoppen, wenn sie vorlaufen.Als nächstes lernen sie gleich zu Beginn ein Nein und ein Ja zu unterscheiden, damit sie wissen, was erwünscht ist und was nicht. Zu oft sehe ich Hundehalter ihre Hunde bestrafen, die gar nicht wissen, was von ihnen erwartet wird, die nie gelernt haben, was und wie sie etwas tun sollen oder die in dem Moment aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage sind, zu "gehorchen". Das ist nicht fair. Ein Nein ist keine Bestrafung, sondern eine Information an den Hund. Ja und Nein sind ein Binärcode wie die Einsen und Nullen beim Computer. Zu wenig Informationen lassen einen Hund uninformiert im Regen stehen. Und auch ein klares Ja ist enorm wichtig für den Hund, denn er darf nicht immer nur korrigiert werden, sondern muss Bestätigung und Lob erfahren, um sicher zu sein, dass er etwas richtig gemacht hat und dass er ein großartiger Hund ist. Freudige Hunde arbeiten besser mit uns und sind glücklicher und gesünder. 

 

Noch etwas, was mir enorm wichtig ist: Ruhe. Viele Hunde können gar nicht mehr entspannen und stehen ständig unter Strom. Junge Hunde müssen erfahren, dass einfach mal nichts passiert und sie sich zurückziehen und schlafen dürfen. Zu viel Verschiedenes jeden Tag und zu wenig Schlaf "lastet nicht aus", sondern macht aus vielen Junghunden unverstandene Nervenbündel. Ruhe erlernen ist für Hund und Halter wichtig und einer meiner Schwerpunkte in der Arbeit mit Hunden. 

Mein Fokus im Zusammenleben mit Hunden liegt auf dem gemeinsamen (Er-)Leben von schönen Dingen und Stimmungen und im Erkunden neuer Landschaften und Projekte.

Ich möchte mich auf meine Hunde verlassen können und ebenso, dass sie sich jederzeit auf mich verlassen können. Ich möchte mich mit ihnen gemeinsam weiterentwickeln, neue Wege gehen und auch bestehende oder plötzlich auftauchende Probleme meistern. Jeden Tag aufs Neue dürfen sich Mensch und Hund zusammenraufen, austauschen, Fragen und Wünsche formulieren. Ich möchte das Offene, Spielerische erhalten oder wieder neu hervorholen.

 

Ich möchte dazu anregen, immer wieder kritisch zu hinterfragen, ob die Art, wie man mit seinen Hunden zusammenlebt, noch das ist, was man sich einmal gewünscht hatte. Ist man selber noch authentisch im Umgang mit sich selber und seinen Hunden? Führt man das Leben, das man selber führen möchte oder erfüllt man nur die vermeintlichen Erwartungen anderer? Dann ist es an der Zeit, neu zu beginnen! 

 

Jedes Mensch-Hund-Team ist einzigartig. Was für den einen Menschen passt, ist für den anderen nichts. Jeder Hund hat andere Vorlieben und die mehr und mehr verbreitete Mehrhundehaltung stellt uns noch vor viel höhere Ansprüche, damit keiner zu kurz kommt oder auch überfordert wird. Auf das Bauchgefühl zu achten und sich ab und zu Feedback zu holen ist immer sinnvoll. 

Alltagsübungen

Um einen angenehmen, gut "erzogenen" und zufriedenen Hund zu haben, muss man nicht zwingend in eine Hundeschule gehen.

Auch im Alltag und unterwegs kann man all das üben, was ein Hund "können" muss, um in unserer Menschenwelt mitzulaufen, nicht unangenehm aufzufallen und gleichzeitig entspannt und glücklich zu sein. Allerdings müssen die Basics verstanden sein - vom Menschen! Wichtig ist ein gutes Grundwissen darüber, wie ein Hund lernt, wie er mit Hund, Mensch und anderen Tieren kommuniziert und was seine Körpersprache aussagt. Wichtig ist es ebenfalls zu wissen, wie ein Hund im richtigen Timing belohnt wird und wie man Unerwünschtes abbrechen und dem Hund das erwünschte Verhalten beibringen kann. Am leichtesten übt es sich zunächst unter keiner, dann unter wenig Ablenkung, und später wird das Erlernte dann in der Alltagssituation sitzen. 

 

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Nach dem deutschen Heilmittelwerberecht § 3 muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei den hier vorgestellten Methoden, sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art, um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich umstritten und schulmedizinisch nicht anerkannt sind.