Prophylaxe

Dos and Don'ts im Umgang mit (Hüte-)Hunden

Hier entsteht eine kleine Sammlung von Themen, die mir im Netz und auf der Gassirunde immer wieder begegnen, die ich nicht fair im Umgang mit dem Hund finde und die zukünftigen Problemen Boden bereiten. Man kann es sich so leicht machen, wenn man einige Dinge einfach lässt und andere, wichtige Grundlagen beherzigt. 

  • Don't: Vermeiden Sie Bällchenwerfen und alles andere, bei dem Ihr kleiner Welpe, Junghund oder neu erworbener erwachsener Hund unkontrolliert Gegenständen hinterherhetzt, denn Sie vernichten damit seine hoffentlich noch vorhandene Impulskontrolle. Die Folge ist eine oft zur Sucht werdende Objektfixiertheit auf sich bewegende Dinge wie Autos, Fahrräder, aber auch Jogger und andere Hunde. Im Zweifelsfall kippt der Hund dann zusätzlich ins Jagd- und Beutefangverhalten und möchte Trecker stoppen oder sich auf kleine Hunde stürzen. Es gibt deutlich bessere Beschäftigungen mit Hunden, durch die die Bindung gefördert wird und der Hund nicht überdreht, sondern nachhaltig glücklich wird. Ich berate Sie dazu gerne. 

 

  • Don't: Besuchen Sie keine Hundewiesen, auf denen viel gerannt wird. Die anderen Hunde könnten Ihren Hund ernsthaft mobben, einschüchtern, verängstigen oder verletzen. Oder aber Ihr Hund ist eine so robuste Natur, dass er selber zum Mobber und Tutnix und/oder Hörtnix wird. Beides tut Ihrem Hund nicht gut und bereitet Ihnen später große Probleme. Besser sind Besuche von guten Hundeschulen oder Social Walks, in und auf denen sinnvoller Kommunikation zwischen Hunden Raum geboten wird und wo Sie als Halter*in lernen können, Ihren und andere Hunde zu lesen, zu verstehen und zu unterstützen. Oder Sie haben im Freundeskreis souveräne Hunde, von denen Ihr Welpe gute Dinge lernen kann. Auch aus dem Tierschutz erworbene Hunde sind nicht immer "straßenerprobt", sondern kommen häufig aus schlechten Bedingungen und leiden unter mangelnder Sozialisation. Schützen Sie immer zunächst Ihren Hund und lassen Kontakt erst zu, wenn Ihr Bauchgefühl entspannt "Ja" sagt. Beim Erlernen und Beurteilen der Körpersprache des Hundes bin ich Ihnen gerne behilfreich. Auch ein Treffen in kleinen Gruppen kann eine sinnvolle Hilfe sein, sprechen Sie mich dazu gerne an. 

 

  • Do: Nehmen Sie Ihren Hund an die Leine, wenn Ihnen ein anderer angeleinter Hund entgegen kommt. Dass der andere angeleint ist, hat immer einen Grund. Er kann krank sein und ansteckend. Er kann krank sein und Schmerzen haben. Er kann nicht abrufbar sein. Er kann jagen, wenn er freigelassen würde. Er kann unverträglich sein. Er kann einfach keine Lust auf andere Hunde haben. Er kann gerade im Training sein. Sie kann läufig sein oder tragend. Und nicht zuletzt der Mensch: Er kann selber gesundheitlich eingeschränkt sein. Gehbehindert. Im Training mit dem Hund (s.o.). Oder einfach gerne für sich ohne Lust auf Kontakt. Das sollte doch bitte respektiert werden. Wenn Sie Ihren Welpen zunächst überall hinlaufen lassen, "damit er spielen kann und sozialisiert wird" (Nein!) oder "weil er doch noch Welpenschutz hat" (Nein!), erziehen Sie sich einen Hund, der später immer und überall hinstürmen will und eine Belästigung seiner Umwelt und eine Gefahr für sich selber und andere ist. Meine Hundegruppe z.B. ist grundsätzlich verträglich (und jeder einzelne für sich ist auch als "nett" zu bezeichnen), hat aber keine Lust auf andere Hunde, die angerast kommen und die Gruppe aufmischen wollen. Ich habe eine gemischtgeschlechtliche Gruppe aus mehreren intakten Hündinnen und Rüden. Ist doch klar, dass da kein Eindringling erwünscht ist. Leider ist es auch oft so, dass Halter*innen großer Hunde sehr sorglos sagen "Das regeln die schon!" Nein, wenn der andere ein kleiner Hund ist, hat er schlechte Karten. Und wenn er dabei noch angeleint ist, sieht die Sache noch schlechter aus, er kann nämlich nicht frei kommunizieren. Und wenn Sie jetzt sagen "Dann soll er doch abgeleint werden!" ... Siehe oben.

 

  • Do: Eines gilt es im Zusammenleben mit Hunden ganz besonders zu beachten, es ist die Basis für alles weitere, und zwar ist dies das Verwalten von Raum, Zeit und Stimmung. Sie als führende Person entscheiden über Räume (wer läuft wo, wo läuft der Hund?), denn Räume sind unbedingt auch als Ressource anzusehen. Sie entscheiden über die Dauer von Geschehnissen und lassen sich z.B. nicht drängeln oder nervös machen. Sie entscheiden über die Atmosphäre, im besten Fall Ruhe und Gelassenheit (Sie gestalten die Stimmung optimal) oder im ungünstigen Fall Unruhe und Angriff (der Hund entscheidet selbst und handelt eigenmächtig, entzieht sich jeglicher Führung). Raum, Zeit und Stimmung entscheiden darüber, wie Dinge sich entwickeln. Und wenn Sie Einfluss auf Ihren Hund haben möchten, nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs und in angespannten Situationen, müssen Sie jederzeit verwalten können. Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, sprechen Sie mich bitte an. Ich halte dieses Thema tatsächlich für den Schlüssel zum Erfolg im harmonischen Leben mit Hunden. 

 

  • Weiteres folgt. 

 

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Nach dem deutschen Heilmittelwerberecht § 3 muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei den hier vorgestellten Methoden, sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art, um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich umstritten und schulmedizinisch nicht anerkannt sind.